Andrea Krugmann de Oliveira

FamilienHebamme

Hebammenleistungen

Jede Frau, unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert ist oder vom Sozialamt betreut wird, hat Anspruch auf Hebammenleistungen, auch wenn es sich um ein Adoptivkind handelt oder eine Totgeburt.

Bei gesetzlich versicherten Frauen werden die Leistungen direkt mit der Krankenkasse abgerechnet. Privat versicherte Frauen erhalten eine Rechnung, die sie anschließend für die Rückerstattung bei ihrer Krankenkasse einreichen. Bei Frauen, die vom Sozialamt betreut werden, werden die Leistung direkt mit dem entsprechenden Amt abgerechnet.

Achtung! Privat Versicherten sollten unbedingt darauf achten, welche Leistungen im Vertrag inbegriffen sind. Es gibt auch Verträge – mit besonders niedrigen Beitragssätzen –, die Leistungen für Schwangerschaften nicht einschließen! Daher bitte vorab prüfen, ob Schwangerschaft, Geburt, Hebammenhilfe und Kurse inbegriffen sind. Falls nicht, müssen die Kosten selbst übernommen werden.

Die Schwangerschaft

In der Schwangerschaft leitet die Hebamme die Geburtsvorbereitung, berät und führt auch die Vorsorgenuntersuchungen durch. Das bedeutet nicht, dass Du die Vorsorgeuntersuchungen ausschließlich von der Hebamme durchführen lassen musst. Es ist auch möglich sie im Abwechsel mit dem Gynäkologen durchzuführen – die Ultraschalluntersuchungen werden sowieso nur vom Gynäkologen durchgeführt. Sollten Probleme auftreten, leitet dich die Hebamme zu einer Untersuchung beim Gynäkologen weiter, denn sie ist nur für eine physiologische Schwangerschaft verantwortlich. Beim Auftreten von pathologischen Befunden muss der Gynäkologe hinzugezogen werden.

Die Geburt

Bei der Geburt ist sie verantwortlich für die spontane Entbindung zu Hause, im Geburtshaus oder im Krankenhaus als Angestellte oder Beleghebamme.
Solltest du für dich eine ganz persönliche Betreuung während der Geburt wünschen, ist es ratsam, vorab mit der Krankenkasse zu sprechen, denn die Kosten für die Rufbereitschaft der Hebamme, die eine Geburt zu Hause, im Geburtshaus oder als Beleghebamme leitet, werden nicht in allen Fällen von den Krankenkassen übernommen.

Das Wochenbett

Nach der Geburt und bis zum 10. Tag nach der Geburt kann die Hebamme dich durch tägliche Hausbesuche betreuen. Dies ist unabhängig davon, ob Du mehrere Tage nach der Geburt in der Klinik verbracht hast, das Krankenhaus nach wenigen Stunden verlassen oder dein Kind zu Hause geboren hast. Danach und bis zur 12. Lebenswoche deines Kindes hast Du Recht auf 16 weitere Hausbesuche. Darüber hinaus kannst du bei Stillproblemen und bis zum Ende der Stillzeit weitere 8 Beratungen mit deiner Hebamme vereinbaren. Bei auftretenden Problemen kann der Gynäkologe oder der Kinderarzt sogar weitere Hausbesuche verordnen.